Das Wort “Sommerloch” impliziert, dass es einen Sommer gibt bzw. gegeben hat. Doch landläufig ist man ja mal wieder im grundsätzlich unzufriedenen Deutschland der Meinung, dass uns diese Jahreszeit einmal mehr vorenthalten wurde/wird. Auf Facebook wird kräftig auf “Die neuen 4 Jahreszeiten: Frühling, Arschloch, Herbst und Winter” geklickt, um seinen Unmut und seine Konformität zu dieser Auffasung zu verdeutlichen. Ganz toll. Und wenn es dann doch mal warm oder sogar richtig warm draußen ist, wird direkt zurückgerudert und lautstark nach Klimanlagen für den Plebs gebrüllt. Mir ist so heiß, ich klick’ auf jeden Scheiß! Jaja, Facebook birgt immer genug Stoff für den ein oder anderen Beitrag, der das Sommer- äh- Arschlochloch (Doppelte Verlochung! Doppelter Wortwert?) stopfen soll. Ich nutze besagte Platform ja auch sehr gerne und sehr ausgiebig. Socialise me! Poste da auch bestimmt genug Reis. Aber hauptsächlich auf meinem privaten Profil. Reis? Ja, Reis eben. Unnützes Zeug, das keine Sau interessiert aber trotzdem immer ein paar fleißige “Gefällt mir”-Klicker findet. Danke dafür. Steigert mein Selbstwertgefühl ungemein. Nicht. Oder doch? Vordergründigkeit ist hier gefragt. Egal. Kommen wir nun zu den “Veröffentliche dies auf deiner Pinnwand, wenn du deine wahren Freunde blah blubb die immer für dich da rumms bums blubber und auf dich verlassen sabber glibber “-Posts. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch immer sieben bis dreizehn Herzchen am Ende des Beitrags. Diese Art von Pinnwandbeiträgen find ich so dermaßen grausam. Lässt immer sehr tief auf das Seelenheil der jeweils schreibenden Person blicken. Diese Beiträge sind für mich irgendwie die Kettenbriefe der Social Media Cloud (Ha! Ich mach’ heut’ in Anglizismen!). Wenn du das nicht postest, trifft dich ein Meteor beim Masturbieren und du erstickst an einer zu großen Portion Smegma! Da hilft nur noch ein beherzter Klick auf “Person blockieren”, da diese meist auch absolut lernresistent sind. Macht man sie nämlich auf ihren (virtuellen) Hilfeschrei und dem damit verbundene Armutszeugnis (und nichts anderes sind diese Posts schließlich) aufmerksam, reagieren diese mit Unverständnis. Ich weiß, was ich tue! Klar, bist ja auch alt genug. Get a real life, b*tch! Ups, da ist mir schon wieder ein Anglizismus rausgerutsch. Klingt in dem Fall aber auch viel cooler als “Besorg dir ein richtiges Leben, Schlampe!”, oder?! Da fehlt nämlich der unterschwellige Ghetto-Vibe. Vibe? Oder Weib? Das ist hier nicht die Frage. Denn eigentlich ging es ja ums Sommerloch und wie wir das gestopft kriegen. Ja, Löcher stopfen. Von Frau Sommer. Haha. Auch die 15jährigen können sich jetzt wieder einkriegen. Es ist nicht jeden Tag Zeit für schmutzige Witze und nen Blau Job. Ihr vermisst etwas den roten Faden in diesem Artikel? Wurde der vorausgesetzt? Ich hab doch schon vorhin den Reis erwähnt, der ständig mein Hirn durchwandert und dann eben in der ein oder anderen Form aus mir herausbricht. Heute halt in Form dieses Blogeintrags. Nennen wir es Verarbeitung. Aufarbeitung? Balsam für meine gequälte Seele. Ach? Auch ich sondere einen Hilfeschreib ab? Nein, sicher nicht. Nicht hier und nicht in dieser Form. I got a real life, dude! Und nun gehe hin klicke auf “Gefällt mir” und poste an deine Pinnwand “Dreh dich nicht herum, denn der Plumssack geht um!“, wenn du ein wahrer Jünger des geilsten Typen bist. Und vergiss verdammt noch mal nicht die verkackten siebzehn Herzchen darunter!
Geil-O-Mat
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